Artikel

Hier findet ihr alle Artikel des Andreapolitaners, sowie erweiterte Informationen zu verschiedenen Themenfeldern, welche wir nicht ausführlich in unserer Printausgabe behandeln konnten.

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Interview mit dem Innenminister

Moritz Schüßler

von Simone Born

Eine Frage die viele beschäftigt: Was muss verzollt werden?
Alles, was im Staat verkauft wird, muss auch verzollt werden.
Woher wollt ihr wissen, was verkauft wird und was nicht?
Wenn jemand fünf Wasserflaschen mit rein nimmt, wird er sie wahrscheinlich nicht selber trinken wollen, oder?!
Wie sieht es denn aus bei den Besuchern, dürfen sie Essen und Trinken mit hinein nehmen?
Eigentlich nicht.
Also, was passiert dann, wenn sie etwas dabei haben?
Keine Ahnung! Aber wir denken nicht, dass so viele mit Essen und Trinken vorbei kommen! Wir sind da ganz optimistisch!

Wieviele Polizisten gibt es?
Es sind 24 Polizisten und 36 Grenzschutzbeamte.

Besteht bei so hoher Polizei- und Grenzschutzpräsenz nicht die Gefahr eines Überwachungstaates?
Nein, überhaupt nicht! Wir haben ja schon ein riesiges Arial. Es sind ja auch nur 12 Polizisten pro Schicht da. Es gibt insgesamt zwei Schichten. Es sind auch nur 12 Grenzschutzbeamte pro Schicht.

Als Polizei habt ihr keine Waffen oder Knüppel für euren Dienst. Wie könnt ihr euch dennoch durchsetzen? Als Beispiel: ich habe etwas gestohlen. Was passiert mit mir?!
Du wirst festgehalten.
Und wenn ich mich wehre?!
Dann wirst du immer noch festgehalten. Dafür gibt es ja 12 Polizisten.
Die sind aber auch nicht immer alle an einem Ort, also haben die Polizisten für den Notfall Pfeifen, damit sie Hilfe rufen können?
Nein aber das gibt ja einen großen Tumult und die Polizisten sind so verstreut, dass sie es mitbekommen und dort hingehen können.

Wie sieht es aus mit Strafen? Ein Gefängnis wird es ja nicht geben, sondern die Bürgen müssen wenn sie eine Straftat begehen soziale Dienste erbringen. Wie wird dies kontrolliert, dass die betreffenden Personen es auch tun?
Beispiel: einer begeht eine Straftat am späten Abend. Von wem wird er am Morgen abgefangen um seine sozialen Dienste zu verrichten oder wie wird das geregelt?

Man bekommt eine Zeit gesagt, wann man für wie lange wo arbeiten muss. Wer nicht erscheint bekommt Ärger mit Frau Schulz. Der soziale Dienst muss im Zweifelsfall nächstes Schuljahr nachgeholt werden! Das wird ganz streng geregelt.

Werden Besucher auch bestraft?
Ja, es kann ihnen das Visum entzogen werden. Es kann auch eine Geldstrafe verhängt werden.

Zum Schluss des Interviews noch eine Frage unabhängig von deinem Arbeitsfeld: Worauf freust du dich am meisten?
Auf das Essen! Da kann ich nur das Baiernstadel empfehlen. Da gibt es Weißwurstfrühstück und da werde ich grillen!!!

Vielen Dank für das Interview!

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Der „Andreapolitaner“ hat sich gleich am ersten Tag des Staatsbestehens umgehört, welche Eindrücke Staatsbürger und Gäste von Andreapolis haben.

von Marina Lohrer und Fabian Rieble

Barbara Novak, 51 Jahre, Hausfrau aus Jettingen:

SL740309„Ich finde dieses Projekt total toll, weil es von den Schülern selbst auf die Beine gestellt wurde, auch wenn es einige Anlaufsschwierigkeiten gab. Die Schüler erhalten selbst einen Eindruck, wie ein Staat funktioniert und dabei lernen sie auch noch etwas. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist okay, weil die Schüler auch etwas erwirtschaften wollen. Ich bin hier, weil ich selbst drei Kinder an dieser Schule habe.“

Veronika Weidemann, 36 Jahre, Rechtsanwältin in Andreapolis:

SL740311„Ich finde den Staat sehr lebendig und offen mit vielen engagierten Staatsbürgern. Leider habe ich in meiner Kanzlei mit vier Angestellten nur sehr wenige Mandanten, dennoch bin ich davon überzeugt, dass die Andreapolitaner eine gute Rechtsberatung brauchen. Außerdem bin ich bei der Partei LSD und sitze im Parlament.“

Maximilian Raabe, 15 Jahre, Fotograf bei der  Foto-Agentur APFA:

SL740313„Ich bin mit der Kundenzahl zufrieden, aber es könnten auch ein paar mehr sein, da es keine große Konkurrenz gibt. In Andreapolis gibt es großen Andrang und ich habe bis jetzt einen guten Eindruck davon. Aber ich finde, dass die Hauptschwachstelle die Organisation des ganzen Projektes ist. Sonst ist alles gut.“

Yannick Marion, 15 Jahre, ebenfalls bei der APFA angestellt:

„Bis jetzt habe ich einen guten Eindruck, habe aber mich auch noch nicht viel umgeschaut. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist okay. Am ersten Tag ist es schwierig, Kundschaft zu bekommen. Ich hoffe, dass es in den nächsten Tagen mehr wird.“

Uwe Kath,13 Jahre,  Staatssekretär beim Umweltministerium:

SL740314„Wir haben beim Spülmobil viel Umsatz und sind mit den Kunden weitgehend zufrieden. Das Projekt im Ganzen finde ich gut.“

Sandra und Sven Bast, 22 und 25 Jahre, Kfz-Mechatronikerin und Kfz-Mechaniker aus Herrenberg, bei Andreapolis als  DRK-Leute:

SL740317„Wir können leider kein Statement zur Realistik des Staates geben, weil wir erst seit drei Stunden hier sind. Aber der Staat ist ein bisschen chaotisch. Bis jetzt hatten wir noch nicht viel zu tun.“

Nicole Mutschler, 34 Jahre, Betriebsleiterin in der einzigen christlichen Sozialeinrichtung „100% free“:

SL740319„Ich denke, dass der Staat realistisch funktionieren könnte, aber das Verhältnis zwischen Gastronomie und Dienstleistungen müsste ausgeglichener sein. Die Schüler lernen etwas über die Wahlen und Politik. Unsere Einrichtung ist kostenlos, wir werden aber vom Staat bezahlt. Unser Besucherandrang ist groß und bunt gemischt. Ich möchte alle einladen, die Gesellschaft brauchen, spielen wollen oder einfach nur relaxen wollen.“

Julian Döhl, neun Jahre, Herrenberg:

SL740320„Ich bin einfach nur zum Gucken da und weil mein kleiner Bruder Simon zum Ponyreiten wollte, außerdem kauft unsere Mama uns Süßigkeiten. Ich kann mir eigentlich nicht Vorstellen, einen Betrieb zu gründen, aber Geld verdienen will ich schon.“

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