Interview mit dem Finanzminister

25. Juli 2009

„Der Andreapolitaner“ im Interview mit

dem Finanzminister Valentin Kästner


Von Melanie Zhang

Wie sieht der Aufgabenbereich eines Finanzministers aus?

Als Finanzminister bin ich in erster Linie natürlich für unsere Währung, den Andron, zuständig und selbstverständlich für den Staatshaushalt. Welcher Beamte wie viel verdient ist ebenfalls meine Aufgabe, ebenso wie die Frage, woher das dafür benötigte Geld kommt.

Außerdem gehört die Verwaltung der Projektkasse – also der Euros – zu meinem Aufgabengebiet, wenngleich dies in erster Linie mein Staatssekretär Sebastian Schneider übernimmt, da über ihn das Bankkonto läuft.

Welche Pläne haben Sie, die Sie während des Projekts verwirklichen wollen?

Natürlich allen voran den Haushaltsplan. Es war ein Haufen Arbeit diesen zu erstellen, weil wir auch sehr viele Unbekannten hatten, was uns die Kalkulation in keinster Weise erleichterte. Wenn dieser jedoch nur ansatzweise mit dem tatsächlichen Haushalt während des Projekts übereinstimmt, dann würde dies auch einen beträchtlichen Teil zu einem weiteren Plan beisteuern, den es umzusetzen gilt: die Inflationsverhinderung – ein Problem mit dem bisher jedes SaS-Projekt zu kämpfen hatte.

Sie sind zuverlässig das zu schaffen?

Wir sollten jedenfalls mit dieser Zielsetzung in das Projekt einsteigen!

Wie beurteilen Sie die Vorarbeit der Organisation, sehen Sie irgendwelche Probleme?

Größtenteils wurde gute Arbeit geleistet, allerdings wurden teilweise Sachen auch ein wenig liegen gelassen, und diese mussten dann jetzt in der Schlussphase noch hektisch bewältigt werden.

Ich denke da zum Beispiel an die Homepage: Man hätte eventuell schon im Vorfeld gewisse Ausschüsse bilden müssen, die sich konkret darum kümmern, damit es nachher nicht an einer Person hängen bleibt und diese es dann innerhalb von wenigen Tagen erledigen muss.

Konkret bei der Finanzpolitik wurde schon sehr gute Vorarbeit durch den AK Verwaltung geleistet.

Die Inflation ist ein altbekanntes Problem bei SAS-Projekten, wie Sie schon erwähnten, besonders am letzten Tag. Wie schätzen Sie die Lage in Andreapolis ein?

Ich hoffe, es ist nicht inflationär im Sinne des Geldes, nämlich dass es zuviel Geld auf dem Markt gib, sondern ich gehe eher davon aus, dass es letztendlich daran liegen wird, dass die Andreapolitaner am letzten Tag nicht mehr so viel Lust am Arbeiten haben, da sowieso nicht mehr der große Besucherandrang besteht und man sein Geld eventuell auch nicht mehr ausgeben kann, weil nur noch wenig Stände offen haben.

Zu Bedenken ist auch, dass das erwirtschaftete Geld sich nicht in Euros zurücktauschen lässt.

Ich bin mir sicher, dass der Andron die ersten vier Tage weitestgehend stabil bleiben wird. Allenfalls der Freitag könnte eben unser Problemkind werden, wobei ich da an die Andreapolitaner appellieren möchte, bis zum Ende durchzuhalten und allen Besuchern eine gleichbleibend hohe Vielfalt an Betrieben zu bieten.

Warum sind Sie davon überzeugt, dass die Inflation von Montag bis Donnerstag kein Problem darstellen wird? Sie als Finanzminister haben sich gewiss schon Gedanken über mögliche Lösungsansätze gemacht.

Durch die 20prozentige Umsatzsteuer, das Warenlager und die Miete sind wir in der Lage, einen Großteil des Andronzuwachses, der speziell durch die Besucher eintreten wird, wieder aus dem System zu nehmen.

Des Weiteren haben wir mit den Krediten, die bis Mittwoch wieder zurückgezahlt werden müssen, für die Betriebe nicht nur eine gute Lösung für die Anlaufschwierigkeiten dieser gefunden, sondern können auf diese Weise auch bis Mitte des Projekts wieder Geld aus dem Umlauf herausziehen, womit das anfängliche Geldniveau im Umlauf zwar größer, jedoch konstant bleiben wird.

Die ungefähre Geldmenge im Umlauf lässt sich jederzeit relativ einfach einschätzen, indem wir sämtliche Ein- und Ausgaben sorgfältig protokollieren. Natürlich kann man dies nicht immer genau sagen, schließlich ist es nicht zu verhindern, dass zum Beispiel manche Bürger oder Besucher Andronen als Andenken behalten.

Ich denke auf jeden Fall, dass wir mit einer sauberen Buchführung und intelligenter Kalkulation den Andron stabil halten werden.

Glauben Sie, dass das Projekt einen finanziellen Gewinn für die Schule einbringen wird?

Wenn nicht alles aus dem Ruder läuft, dann kann man schon davon ausgehen, dass wir am Ende Gewinn machen werden. Wie viel davon letztendlich in die Schule selber fließt und wie viel davon eventuell für karitative Zwecke genutzt wird, steht jedoch noch in den Sternen.

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Kriminapolis IV. – Das Portal zur Erleuchtung

24. Juli 2009

Der abschliesenden Teil des Krimis.

Umsturzversuch vereitelt

In der Nacht spitzten sich die Ereignisse um den Tod des Studenten Johann Valentin Borsle dramatisch zu.

Unserer Zeitung wurde Bildmaterial, das offensichtlich von einem Fotohandy stammt, zugespielt. Die Bilder zeigen Ausschnitte des Jerg-Ratgeb-Altars, der sich ursprünglich bis1891 in der Herrenberger Stiftskirche befand. Auf den Bildern sind eindeutig Elemente des Wappens des Staates Andreapolis zu erkennen, beispielsweise Flügel auf der Außenseite des Altars.

Bisher verfolgte die Ermittlungskommission unter Amalarius Parzivalinger lediglich die Spur der gekreuzten Rosen. Nun jedoch legten schockierende neue Erkenntnisse zum mysteriösen Tod von Johann Valentin Borsle umstürzlerische Tendenzen im Staate Andreapolis offen. In der vergangenen Nacht wurde nach Angaben von Parzivalinger den Verdächtigen eine Falle gestellt. Bereits seit Längerem wurde im Gipskeuper unter der Stiftskirche ein Geheimgang vermutet. Die Sonderkommission um Parzivalinger hat darum in der gestrigen Nacht gegen 23.30 Uhr Einsatzkräfte um den verdächtigen Bauwagen an der Staatsgrenze und im Chorgestühl der Stiftskirche zusammengezogen. Als sich gegen 24 Uhr die Grabplatte im Chor der Stiftskirche anhob, erfolgte der Zugriff. Obwohl die mit Masken bewehrten Verdächtigen versuchten, sich in der Dunkelheit hinter den Säulen und dem Chorgestühl zu verbergen, gelang es Parzivalinger und seiner Crew sie dingfest zu machen.

In den folgenden Vernehmungen stellte sich heraus, dass eine konspirative Gruppe von Lehrern des ehemaligen AGH den Sturz des Präsidenten Christian Kretschmer und der Regierung unter Premierminister Philipp Hörlezeder plante. Bei der Durchsuchung des Lehrerzimmers wurde nicht nur die goldene Ausgabe Johann Valentin Andreaes „Christianopolis“ sichergestellt, sondern auch Flugblätter subversiven Inhalts. Die Gruppe um Tabernarius M., Creatia X. und Effodius J. hatte den Umsturz für diesen Freitag geplant. Auch sind Verbindungen zu den Parlamentsabgeordneten Caupo Y. und Pascua Z. nicht ausgeschlossen. Nur das entschlossene Vorgehen Parzivalingers hat den Staatsstreich verhindert. Der anfängliche Verdacht, bei der Glöcknerin Agathonike Rosenkreuz könne es sich um jene „hochgelobte Frau“ handeln, die in dem bei dem Toten gefundenen Textfragment erwähnt wurde, erhärtete sich allerdings nicht. Hierbei, so Parzivalinger im Interview mit unserer Zeitung, handele es sich schlicht um eine Allegorie der Weisheit. Auch der Mord an dem Studenten Johann Valentin Borsle hatte mit den revolutionären Umtrieben nichts zu tun, sondern erwies sich aktuellen Untersuchungen zu Folge, als tragischer Unfall. Allerdings können, so Parzivalinger, Verbindungen zur Lehrerclique, die bewusst falsche Fährten legten, noch nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Die Untersuchungen der brutalen Ermordung des Häsle Artus, das möglicherweise Zeuge eines Verbrechens wurde,  dauern an.

Die verdächtigen Lehrer gaben im Verhör an, den Machtverlust im Staate Andreapolis nicht hinnehmen zu können. Ihren Widerstand rechtfertigten sie mit einem Zitat aus der genannten Schrift Andreaes: „Die Erzieher entstammen nicht dem Bodensatz der Gesellschaft, oder taugen zu nichts anderem, sondern sind besonders auserlesene Bürger, die eine angesehene Stellung im Staat haben und auch häufig zu den höchsten Ämtern gelangen.“ Die Verdächtigen werden nun entsprechend den Gesetzen des Staates Andreapolis ihrer gerechten Strafe zugeführt. Tristan Lenz


Auftaktkonzert von „Oneway“ voller Erfolg

21. Juli 2009

Die zwei Jungs Marius und Tobias aus der Sechsten mussten ihren Gewinn aus dem „Früchteparadies“ kurzfristig alleine fertig auszählen. Denn Julia, Johanna und Laura genossen noch die letzten Takte des Konzerts der coolsten Boy-Band im Staate Andreaepolis: „Oneway“, eine Band, die letzte Woche schon auf dem Marktplatz der befreundeten Stadt Herrenberg spielte.

Quinn (Schlagzeug) und Joris (Gitarrist und Sänger) aus der 5.,  David (Gitarrist und Sänger) aus der 7., Yves (Pianist) und Jona (Gitarrist) aus der 8. Klasse und auch Daniel (Sänger und Gitarrist) aus der 9. Klasse heizten ein bis zwei Gitarrensaiten rissen und gaben nach begeistertem Klatschen noch zwei Zugaben. Dann kam die Gelegenheit zum Interview mit den Musikern. Die befreundeten Jungs proben seit Oktober letzten Jahres in der Musikschule.

Den Mädels gefiel das Lied „One, two, three, four“ am besten. Laura fragte gleich nach, wie sich die Jungs beim Spielen fühlen. „Wir sind aufgeregt, aber nur, wenn viele Leute da sind. David: „Es macht Spaß!“ Auf  Johannas Frage: „Seid ihr froh, wenn’s vorbei ist?“ antwortet David: „Wir sind froh, wenn die Leute eine Zugabe wollen, aber auch, wenn’s vorbei ist.“ Die Antwort auf die letzte Frage von Laura, ob geplant sei, ein Album aufzunehmen, lässt hoffen: „Ja klar!“

Bis es soweit ist, werden die Mädels ganz sicher beim Live-Konzert während des Herbstfestes im AGH dabei sein. Dort gibt es dann vielleicht wieder einen Verkaufsstand, denn der Lehrgang bei einem Konditor, von dem die Sechstklässler auch echte Konfitüre für den Überzug der Schokofrüchte beziehen, hat sich gelohnt: 1700 Andron hat das Team eingenommen – dieses Mal noch mehr als die Band „Oneway“, die auf dem Weg zum Ruhm für 250 Andron aufgetreten ist.

Freie Mitarbeiterinnen Laura und Johanna der Klasse 6


Pass- und Startgeldausgabe

16. Juli 2009

Heute und morgen, also Donnerstag und Freitag findet in Andreapolis die Ausgabe der Pässe und des Stargeldes der Bürger statt. Dazu werden die Klassen einzeln in die Bibliothek geholt und dort erhalten Sie dann ihre 75 Andronen und ihren perönlichen Pass mit Name, Klasse und sogar mit Bild. Diese Pässe, welchen einen Barcode aufgedruckt haben erleichtern die Verwaltung ungemein, da Herr Rupp, ein System aufgebaut hat, mit welchem nur die Barcodes gescannt werden müssen. So lässt es sich einfach nachverfolgen wann die Bürger kamen, und wie lange sie anwesend waren.